Daniela Fehring

实现您在德业务的转型
Transforming your Business in China

  • 1965 in Rio de Janeiro geboren
  • 1971–88 aufgewachsen in der Schweiz
  • 1984–85 als Au-pair in Lyon
  • 1988–90 als Sinologie-Studentin in Wuhan, 1994–96 als Assistentin eines Bankmanagers in Shanghai, aktuell alle 2–3 Monate in China
  • seit 1996 in Kronberg im Taunus als Beraterin selbstständig

CULTURE CHALLENGE schon immer Teil meines Lebens

Der Begriff Kulturschock ist zwar „handelsüblich“, doch mich hat er schon immer an Schockstarre, Rückzug und Unbeweglichkeit erinnert. Ich finde ihn deshalb absolut unpassend für das, was passiert, wenn wir in ein anderes Land ziehen. Ein neues Land, eine neue Aufgabe – das ist zwar immer mit einer Herausforderung verbunden, die jedoch mit Bereicherung und persönlichem Wachstum einhergeht.

Meine Ursprungsfamilie

Ich bin in eine bunte Familie hineingeboren. Meine Mutter floh mit drei Jahren vor den Russen aus Landsberg an der Warthe und fand in Bielefeld Unterschlupf. Mein Vater ist Zürcher mit einem jüdischen Großvater, der aus Liebe zur reformierten Kirche übertrat. Ich selbst bin in Rio zur Welt gekommen, mit fünf Jahren in die Schweiz umgezogen und dann erst wieder nach dem Abi weg: als Au-pair nach Lyon. Meine erste culture challenge war die Eingliederung in die Wohnstraße in Wallisellen, wo ich erst einmal meine Schüchternheit überkommen musste. Als Au-pair in Lyon wurde ich mit einer total anderen, sehr autoritären Familienkultur konfrontiert. Das alles war aber noch nichts gegen meine Erfahrungen in China!

Das sozialistische China

Im August 1988 landete ich in Beijing und war verblüfft, dass wir in der Hauptstadt dieses riesigen Reiches von einer Person eingewiesen wurden, die mit dem Fahrrad herangefahren kam, und wir Passagiere zu Fuß über den Flughafen laufen durften. Wenn man den hochmodernen Flughafen heute erlebt, wird offensichtlich, mit welchen „Meilenstiefeln“ die Chinesen die letzten 30 Jahre unterwegs waren!

Von Beijing ging es weiter mit dem Zug nach Wuhan, wo ich zwei Jahre studierte. Ich hatte mir ganz bewusst diese „Kleinstadt“ in der Mitte Chinas ausgesucht, um einen leichteren Zugang zu den Chinesen zu erhalten. Nach zwei Jahren Studium in Zürich dachte ich eigentlich, die chinesische Sprache ein wenig zu beherrschen. Das hatte in Beijing noch ganz gut geklappt, doch in Wuhan wird ein Dialekt gesprochen, der mit der Hochsprache so viel gemein hat wie Oberbayrisch mit Hochdeutsch. 1988 waren die Lehrer weder auf die Lernbedürfnisse von Europäern eingestellt noch fanden sie unseren aktiven Einsatz oder unsere Neugier gut! Mit der Hilfe einiger chinesischer Freunde und einer Professorenfamilie wurde mir China aber schnell zur zweiten Heimat. Ich war nicht nur für meine Magisterarbeit über die ersten Privatunternehmen in Wuhan jedes Jahr da, sondern jobbte auch als Französischlehrerin an der Uni.

Behilflich bei all meinen Länderwechseln waren mir: Neugier, Offenheit, Gelassenheit und Toleranz.

Das moderne China

Der „summa cum laude“-Abschluss der Universität Zürich brachte mir 1994 meinen ersten Job bei einer Schweizer Bank ein. Nach einer Kurzausbildung in Zürich flog ich nach Shanghai. Die Metropole war in absoluter Aufbruchstimmung. Die Behörden räumten ausländischen Unternehmen viele Freiräume ein, wovon natürlich auch die Credit Suisse profitierte. Gerade im Privatsektor schossen neue Unternehmen wie Pilze hervor – das erleichterte vieles! Fürs Einkaufen von Butter, Käse u. ä. musste ich nicht mehr – wie in Studienzeiten – nach Hongkong fliegen. Die Expat-Gemeinde war recht klein. Verabredungen waren nicht notwendig, denn wir trafen uns in zwei Restaurants, das eine davon das Judy’s. Allerdings fielen wir damals als laowai noch auf.

Im Jahr 2017 schaut sich keiner mehr nach uns um. Und heute „brummt“ Shanghai natürlich nochmal auf einer wesentlich globaleren Ebene. Es ist eine internationale Großstadt mit allen Bequemlichkeiten, aber auch mit hoher Anonymität geworden. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehe und begleite ich all diese Veränderungen über die letzten 30 Jahre. Wie unglaublich bequem ist das Leben für viele Chinesen geworden! Die Supermärkte sind genau so voll wie bei uns, Reisen ins Ausland normal. Die Mittelschicht besitzt eine Eigentumswohnung und meist ein Auto oder einen eScooter. Gleichzeitig ist aber auch der blaue Himmel aus meiner Studienzeit verschwunden, und zwar ziemlich flächendeckend. Und der Stresspegel hat so zugenommen, dass Burn-out in Shanghai kein Fremdwort mehr ist.

Selbstständig in Kronberg

Ich hatte das große Glück, diesen enormen Wandel auch beruflich eng begleiten zu können. In der Stadt des Geldes Shanghai lernte ich 1995 meinen deutschen Mann kennen. Nach einem Jahr teurer Telefonate beschloss ich, meinen Traum vom Leben in China aufzugeben und nach Deutschland umzuziehen. Wenn ich heute auf diese Entscheidung zurückblicke, halte ich manchmal die Luft an! Ich machte mich im Januar 1996 in einem unbekannten Markt als China-Coach und -Trainerin selbstständig.

Ein gewagter Sprung, der aber voll gelungen ist! In den Rollen Coach, Trainerin, Moderatorin und Mediatorin pendle ich seither begeistert zwischen China, Südostasien, Deutschland und der Schweiz hin und her. Parallel dazu habe ich mir ein methodisches Fundament in den Bereichen Unternehmenskultur, systemische Beratung und Mediation aufgebaut. All diese Erfahrungen und mein umfassendes Wissen als China-Expertin fließen seit 2011 in Post-Merger-Integrationsprojekte und zwei Bücher darüber ein. Ein Buch ist auf Chinesisch und erläutert chinesischen Investoren, welche unternehmenskulturellen Herausforderungen bei einem M&A in Deutschland zu bewältigen sind. Regelmäßig halte ich Vorträge an verschiedenen Foren in China wie z. B. der SwissCham, der EUCCC, der CEIBs oder der Jiaotong Universität.

Seit 30 Jahren gehe ich in China ein und aus und berate Global Player und den Mittelstand. Die Chinesen bezeichnen mich als 中国通 (China-Flüsterin), als eine von ihnen. Das ehrt mich sehr. Und gleichzeitig bin ich mir voll bewusst, dass es in diesem erstaunlichen Markt immer wieder neue Facetten zu entdecken gibt. China erfindet sich fast jeden Tag neu. Das ist eine starke Herausforderung – gerade im Business!

Deshalb bin ich alle zwei Monate an den Standorten meiner Kunden im Reich der Mitte. Es ist mir ein besonderes Anliegen, die europäisch-asiatische Zusammenarbeit und in diesem Zusammenhang ganz speziell die DACH-chinesische Kooperation auf ein wesentlich höheres, innovatives Niveau zu bringen. Gerade die Gegensätzlichkeit dieser Länder beinhaltet viel schöpferisches Wachstumsmaterial.

Was ist mir in meiner Arbeit mit meinen Kunden wichtig?

  • Respekt, Toleranz und das Fördern von Diversität,
  • tiefes Interesse für Menschen und komplexe Transformationsprozesse,
  • Egalität, Integrität, Transparenz und Partizipation,
  • klare Standpunkte, Ziel- und Umsetzungsorientiertheit sowie
  • ein konsequenter strategischer Kurs.

Meine Kunden aus dem Mittelstand und der globalen Industrie glauben zutiefst an Wandlungsfähigkeit und Opportunitäten und begeben sich voller Freude auf die spannende Reise mit mir. Sie sind genauso wie ich davon überzeugt, dass ein tiefgreifender Wandel nur mit der Wertschätzung für die Einzigartigkeit jedes Einzelnen und seiner Einbindung in die Transformation erzielt werden kann.

Qualifikationen

Im China-Exzellenz Programm und in den China Change Projekten ist 9 Levels of Value Systems® das Analyse-Tool meiner Wahl in den drei Formen Individual-, Gruppen- oder Unternehmensprofil. Was schätze ich so an 9 Levels?

  • die leichte Nachvollziehbarkeit: die Theorie ist eingängig und logisch aufgebaut
  • die Pragmatik des Lösungsansatzes: von der Theorie direkt in die Praxis
  • die Komplexität des Modells, das (Neuro-)Biologie, Psychologie, Persönlichkeitstypen, Soziologie, Anthropologie und Systemtheorie miteinander verbindet
  • die vielfältigen Anwendungsoptionen von Recruiting, Outplacement, Verbesserung der Team-Kooperation, Diversity Management für Führungskräfte über den Kulturwandel bis hin zur persönlichen Entwicklung
  • Validität, Objektivität und Reliabilität sind nachgewiesen

Sie wollen Genaueres wissen?

Hier geht’s zum kostenlosen Erstgespräch
Jahr Qualifikation
2015 9 Levels Analysis Tool, 9 Levels Institute for Value Systems, Ravensburg
2014 Coaching with the Enneagram, Robert Holden, London
2013 Kulturprofil-Indikator, ComTeam, Gmund
2012 International Preferences Indicator (IPI), WorldWork, London
2010 Reiss Profile, Institut für Lebensmotive, Köln
2008 EOL (Erfahrungsorientierte Lernmethoden), Metalog, Bad Staffelstein
2003 Intercultural Development Inventory (IDI) nach Dr. Milton Bennett, Winterthur
2001 Systemische Beratung, Institut für Systemische Forschung und Beratung, Heidelberg
1994 Summa Cum Laude in Sinologie und Geschichte, Universität Zürich
9 Level